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Grußwort

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ Joh.6,37

Eine Selbstverpflichtung, …

Diesen Vers aus dem Johannesevangelium haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakoniestationen als Motto ihrer Arbeit gewählt. Es ist eine Selbstverpflichtung, jeden pflegebedürftigen Menschen und seine Angehörigen, die nachfragen, unbedingt anzuhören, ihre Fragen, Sorgen und Bitten aufzunehmen und die Hilfe zu leisten, die Menschen brauchen, die gepflegt werden müssen oder selber pflegen.

Man könnte diese Selbstverpflichtung für selbstverständlich halten, aber die Alltagserfahrung zeigt, dass eine solche Haltung alles andere als selbstverständlich ist. Bei wie vielen Gelegenheiten, werden wir abgewiesen, fehlt die Zugangsberechtigung, fehlen die notwendigen Bescheinigungen, werden gewichtige Begründungen verlangt, um vorgelassen zu werden.

Der Alltag zwingt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stationen auch immer wieder Begrenzungen auf. Deshalb verstehen sie den Vers aus dem Johannesevangelium auch als eine Verpflichtung, als ein Ziel, an dem sie immer wieder täglich neu arbeiten wollen. Im Leitbild, das Sie auf den folgenden Internetseiten finden, liest sich dies kurz und knapp: Pflege bei jedem Patienten. Niemand soll abgewiesen werden, jeder in seiner individuellen Situation wahrgenommen werden.

… die sich aus einem freundlichen Bild von Gott und der Welt ergibt …

Der Abschnitt, aus dem dieser Vers stammt, liest sich nicht einfach. Aber, man kann schnell zwei wichtige Aussagen finden. Einmal: Gott wendet sich den Menschen zu und nimmt jeden einzelnen wahr, weist niemanden ab. Zum anderen: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Beides bestimmt, wie man im Leitbild nachlesen kann, die Arbeit der Schwestern und Pfleger. Die feste Überzeugung, dass jeder Mensch eine unverletzliche, von Gott geschenkte Würde hat, die es zu achten gilt. Die feste Überzeugung, dass jeder Mensch eine einmalige unverwechselbare Person ist, deren Eigenständigkeit auch und gerade dann zu wahren ist, wenn er ohne fremde Hilfe nicht mehr leben kann. Und zum Zweiten, die Einsicht, dass in einer kompetenten Pflege das Fachwissen ergänzt werden muss durch die Fähigkeit zur Empathie, durch die Fähigkeit, einen Menschen ganz genau in seinem häuslichen Umfeld wahrzunehmen, sich in seine Situation einzufühlen. Gerade der Pflegebedürftige muss mehr als Pflege erfahren.

… und in viele einzelne fachliche Schritte übersetzt wird.

Eine solche Selbstverpflichtung will konkret gelebt werden, will übersetzt werden in viele praktische, fachliche und zuwendende Schritte im Alltag eines Menschen und einer Familie, die Hilfe zur Pflege braucht. Alle Seiten, die Sie hier auf der Homepage der Diakoniestationen anklicken können, geben Auskunft über diesen Prozess. Das reicht von der detaillierten Auflistung der Leistungen bis hin zur Übersicht über Verträge und Partnerschaften, die dazu dienen die Pflege zu Hause zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dass Gott keinen Menschen abweist. Und wir wollen in dieser Arbeit Maß daran nehmen: Niemanden abzuweisen, der zu uns kommt.

Foto: Pfarrer K.-H. Junge|test Aufsichtsratsvorsitzender
der Diakoniestationen Essen gGmbH
Pfarrer K.-H. Junge